Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist der wichtigste Energielieferant des menschlichen Körpers. Bereits bei einer geringen Unterversorgung mit diesem Vitaminoid kommt es zu vielen Beeinträchtigungen im Organismus, denn alle Körperzellen sind auf Coenzym Q10 angewiesen. Ab einem bestimmten Alter reicht die Zufuhr über die Nahrung nicht mehr aus um leistungsfähig, energiegeladen, stressresistent und gesund zu bleiben.

Ein paar Fakten zum Coenzym Q10

Herzerkrankungen sind die Todesursache Nummer Eins in Deutschland.

Etwa 27 bis 44 % der Patienten sterben innerhalb eines Jahres nach einem Herzinfarkt.

23 bis 30 % der Infarktpatienten werden im Laufe ihres Lebens einen weiteren Infarkt erleiden.

95% der erzeugten Körperenergie sind Coenzym-Q10-abhängig.

Über die Nahrung kann nur etwa 1% des benötigten Coenzym Q10 aufgenommen werden.

Der Coenzym-Q10-Wert im Herzen liegt beim 40 jährigen bei 68% und beim 79 jährigen bei 42% eines 20 jährigen Menschen (100%).

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Coenzym Q10 - Energielieferant für Herz und alle Körperzellen

Coenzym Q10, auch Ubichinon genannt, ist ein sogenanntes Vitaminoid, eine vitaminähnliche Substanz, die der menschliche Körper aus Aminosäuren und B-Vitaminen zum Teil selbst herstellen kann. Chemisch handelt es sich um eine Verbindung aus Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff, die in allen Körperzellen zu finden ist. Dies erklärt den Namen ubi-chinon was so viel bedeutet wie überall vorhanden. Die Fähigkeit der Eigenbildung von Coenzym Q10 nimmt mit dem Älterwerden deutlich ab, so dass es von außen zugeführt werden muss, um die Gesundheit zu gewährleisten. Organe und Gewebe die besonders viel Energie verbrauchen, haben im Alter oftmals einen deutlich erniedrigten Coenzym-Q10-Gehalt. Dabei handelt es sich um Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Nerven, Muskeln und das Immunsystem.

Ohne Coenzym Q10 ist die Energiegewinnung in der Zelle unmöglich und es kommt zum Zelltod. 95% der erzeugten Körperenergie sind Coenzym-Q10-abhängig.

Die Zellbestandteile, die für die Erzeugung von Energie zuständig sind, heißen Mitochondrien. In diesen Energiekraftwerken wird die Energie, die wir über Kohlenhydrate, Fette und Proteine mit der Nahrung zuführen, zusammen mit Sauerstoff und der Kraft des Wassers in die Zellenergie namens Adenosintriphosphat (ATP) umgewandelt. ATP steht dann den anderen Zellbestandteilen als Energieträger zur Verfügung. Um das ATP zu bilden muss Energie in Form von Elektronen aber auch Protonen übertragen werden. Diese Aufgabe übernimmt das Coenzym Q10. 95% der so erzeugten Körperenergie sind von der Elektronenübertragung durch Coenzym Q10 abhängig. Je nach Art des Organes haben die jeweiligen Organzellen viel oder wenig Mitochondrien. Besonders viel Energie wird in den Herz-, Muskel, Gehirn, Leber-, Nieren- und Fortpflanzungszellen benötigt. So kann eine Leberzelle gut 1000 Mitochondrien enthalten. Bedenkt man, dass der Mensch aus 10 Billionen Zellen besteht und manche Zellen bis zu 1 Billion ATP-Moleküle enthalten, die in 24 Stunden 1000 bis 1500-mal benutzt und wiederverwendet werden, erkennt man auch ohne Studium der Biochemie, die Wichtigkeit des Koenzym Q10 um ein hohes Alter bei langanhaltender Gesundheit zu erreichen.

Doch Koenzym Q10 ist nicht nur der Schlüssel zur Energieversorgung unserer Zellen, es hat auch zusätzliche wichtige Funktionen. Hat der Körper einen Coenzym-Q10-Mangel werden ähnlich wie beim Stress, zusätzlich vermehrt freie Radikale gebildet. Viele freie Radikale im Körper sind schädlich für die Zellen, da sie Eiweiße, Zellwände und andere Körperbestandteile angreifen und zerstören können. Die Folgen sind eine beschleunigte Zellalterung und das Entstehen von verschiedenen Krankheiten (Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Kreislaufstörungen, Gefäßverkalkung, Autoimmunerkrankungen, Morbus Parkinson, Entzündungen, Infektionen, Immunmangel, Fibromyalgie, Krebs).

Freie Radikale oder Oxidantien entstehen bei jeder Atmung, sind also ein natürlicher Vorgang des Körpers. Allerdings beeinflussen auch äußere Faktoren die Entstehung freier Radikale wie Schadstoffe in der Luft, Ozonbelastung, UV-Strahlung, Pestizide, Alkohol, Rauchen, Drogen, andere Giftstoffe, Medikamente, Infektionen, Operationen und eine schlechte Ernährung. Auch körperlicher und seelischer Stress, genauso wie Extremsport können zu vermehrten freien Radikalen und damit zu oxidativen Stress führen. Die freien Radikale sind aber nicht nur schädlich, sie erfüllen auch wichtige Aufgaben in unserem menschlichen Organismus als Waffe des Immunsystems gegen Fremdorganismen wie krankmachende Bakterien und Viren, sowie gegen körperfeindliche Krebszellen. Coenzym Q10 hat antioxidative Funktionen im Fettgewebe, es stabilisiert die Zellwand und hält diese elastisch, es verhindert die Oxidierung der Fette in den Zellwänden und es regeneriert Vitamin E für die Radikalenabwehr, daher ist es ein wichtiges Antioxidans (Mittel gegen freie Radikale).

Wie ist die Versorgungssituation mit Coenzym Q10?

Der menschliche Organismus kann in gewissen Grenzen und altersabhängig Coenzym Q10 in der Leber selbst herstellen. Dies geht aber nur in der Gegenwart von den Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Methionin, Mineralien, sowie den B-Vitaminen (v.a. Folsäure und Vitamin B12). Auch muss eine normale Leberfunktion für die Eigenproduktion vorhanden sein. Bei allen Formen der Leberfunktionsstörung ist die Eigenproduktion von Q10 reduziert oder gar aufgehoben. Selbst unter optimalen Bedingungen nimmt die Eigenproduktion ab dem 35. bis 40. Lebensjahr deutlich ab. Über die Nahrung kann nur etwa 1% des benötigten Koenzym Q10 aufgenommen werden. In der Regel nicht mehr als 1% des Tagesbedarfes. Coenzym-Q10-reich sind Fleisch (Herz und Innereien), fetter Fisch, Pflanzenöle, Nüsse und Vollkorn. Veganer und Vegetarier haben hier sowohl ein Problem bei der Zufuhr und der Eigenproduktion (Vitamin B12) von Coenzym Q10.

Medikamente v.a. Cholesterinsenker, wie Statine, Antidepressiva, Tranquillizer behindern stark die Koenzym-Q10-Bildung in der Leber, so dass eine Zufuhr von Coenzym Q10 hilft die Versorgung sicherzustellen. Bestimmte Erkrankungen und die dauerhafte Einnahme von Medikamenten können den Coenzym-Q10-Bedarf stark erhöhen. Umgekehrt führt ein Absinken des Koenzym-Q10-Gehaltes im Körper um 25% zu schweren Erkrankungen, ein Teufelskreis entsteht, der zu einer starken Beeinträchtigung der Gesundheit und Lebensfreude führen kann. Umso älter wir werden, umso mehr Coenzym Q10 benötigen wir für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. So gesehen ist Ubichinon der universelle Vitalstoff für gesundes Altern.

Coenzym Q10 und seine Einsatzgebiete:

  • Zunehmendes Alter
  • Körperlicher Stress
  • psychischer Stress
  • Intensiver Sport
  • Leistungssport
  • Lebererkrankungen
  • Häufiger Alkoholkonsum
  • Hypercholesterinämie (vor allem bei Statin-Einnahme)
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen)
  • Herzerkrankungen
  • Koronare Herzkrankheit (KKH)
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Chronische Muskelerkrankungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Krebserkrankungen
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie (Zytostatika)
  • Depressionen (v.a. bei Antidepressiva-Einnahme)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Morbus Parkinson
  • Entzündungen
  • Infektionen
  • Immunmangel
  • Fibromyalgie
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS-Syndrom)
  • Burn out-Syndrom
  • Antriebsschwäche
  • Kraftlosigkeit
  • Energiearmut
  • Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion)