Vitamin K

Fakten zu Vitamin K

Vitamin K3 ist synthetisch, giftig und seit 1989 verboten. In der Tiermast ist Vitamin K3 nach wie vor erlaubt.

99% der Deutschen können Ihre Vitamin K Versorgung über die Nahrung sicherstellen, sofern der Bedarf durch Krankheit nicht erhöht ist.

Vitamin K mangelt bei Darmstörungen

Im menschlichen Körper sind nur die fettlöslichen Vitamin K-Abkömmlinge Vitamin K1 und K2 wirksam. Vitamin K1 (Phyllochinon) findet sich vor allem in pflanzlichen Nahrungsmitteln. Vitamin K2 (Menachinon) wird von Mikroorganismen gebildet, beim Menschen geschieht dies im Darm. Jeder, der unter einer Fehlbesiedelung oder Mangelbesiedelung der wichtigen Darmflora (Dysbiose) leidet hat einen erhöhten Bedarf an Vitamin K2. Das gelegentlich vorkommende Vitamin K3 (Menadion) wird synthetisch hergestellt und ist im Gegensatz, zu den beiden physiologischen Vitamin-K-Abkömmlingen, wasserlöslich. Vitamin K3 ist für den Menschen giftig und seit 1989 in Deutschland sowohl in der Humanmedizin als auch in Lebensmitteln verboten. Allerdings kann es immer noch dem Tierfutter legal zugemischt werden. 

In unseren Breiten sind ernährungsbedingte Vitamin-K-Mangelzustände nur bei Darmproblemen zu erwarten. Zusätzlich besteht ein erhöhter Bedarf an Vitamin K bei Menschen mit Osteoprose und Gefäßverkalkung. Vitamin K sollte immer zusammen mit etwas Fett – mit der Nahrungsaufnahme - konsumiert werden, damit es vom Körper besser aufgenommen werden kann.

Der Einsatz von kaskadenfermentierten Vitalstoffextrakten auf Milchsäure Basis (Rechtsregulat) verbessert die Vitamin-K2-Aufnahme deutlich, wenn es an natürlichen Darmbakterien mangelt oder chronische Magen- und Darmerkrankungen vorliegen.

Kombinationspräparate von Vitamin D3 mit K2

Viele Hersteller bieten und propagieren die Kombination von Vitamin D3 mit Vitamin K2 in einem Produkt an. Allerdings ist die Herstellung einer Kombination sehr schwierig, denn K2 ist sehr hitzeinstabil und geht oft beim Herstellungsprozess verloren. Empfehlenswert ist es, beim Hersteller einen schriftlichen Nachweis zu verlangen, dass nach der Herstellung immer noch beide Vitamine vorhanden sind. Denn Nahrungsergänzungsmittel unterliegen dem deutschen Lebensmittelrecht und der Hersteller muss nur nachweisen, dass das Produkt als Lebensmittel unbedenklich ist, nicht jedoch, dass die auf der Packung angegebene Menge an Vitalstoffen nach der Herstellung noch vorhanden ist. Sonst zahlt der Kunde mehr ohne einen Vorteil zu bekommen und wäre mit Einzelprodukten besser beraten.

Vitamin K ist an der Bildung von Blutgerinnungsfaktoren beteiligt

Ein Mangel an Vitamin K reduziert die Fähigkeit des Körpers zur Blutgerinnung, mit der Folge, dass kleine Verletzungen zu erheblichen Blutungen führen können. Außerdem ist Vitamin K ein Notfallmedikament welches eingesetzt wird, wenn blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Phenprocoumon, Cumarin) überdosiert wurden. Im Gegensatz zu Marcumar kann Vitamin K nicht überdosiert werden, denn der Organismus verwertet nur so viel Vitamin K wie er benötigt.

Vitamin K beugt der Gefäßverkalkung vor

Menschen mit der Neigung zur Gefäßverkalkung lagern vermehrt Kalzium in den Gefäßwänden, zusammen mit dem oxidierten „schlechten“ LDL-Cholesterin ein. Vitamin K kann überschüssiges Kalzium beseitigen und die Gefäßwände so vor einer Verkalkung schützen. Vor allem Vitamin K2 scheint die Atherosklerose positiv zu beeinflussen und die Einlagerung von Kalzium zu verhindern. Nach neueren Untersuchungen ist Vitamin K2 sogar in der Lage bestehende Ablagerungen in den Gefäßen wieder schonend abzubauen. Kombiniert man das Vitamin K dabei mit einer Vitamin D3-Einnahme, ist die Schutzfunktion vor gefährlichen Arterienablagerungen (Plaques) am höchsten. Beide Substanzen sind daher zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall geeignet.

Vitamin K verhindert Osteoporose

Vitamin K1 ist wesentlich an der Mineralisation der Knochen beteiligt. Menschen mit Neigung zur Osteoporose sind daher auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin K1 angewiesen. Interessanterweise konnte in etlichen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass die Gefahr eines Knochenbruches erst durch genügend Vitamin K1 reduziert werden kann. Die alleinige Vitamin-D-Gabe reicht nicht aus, um das Knochenbruchrisiko bei Osteoporose zu reduzieren. Hohe Vitamin-D Gaben bei Osteoporose sind nicht wirksam und sollten mit der Einnahme von Vitamin K kombiniert werden. Auch Vitamin K2 beugt der Entstehung einer Osteoporose vor. Die Gabe von Vitamin K2 und anderen Vitalstoffen führt oft zu einer Verbesserung der Knochendichte und somit zu einer Reduzierung des Knochenbruchrisikos bei bestehender Osteoporose.

Vitamin K unterstützt das Immunsystem

Vitamin K stärkt unser Immunsystem und schützt uns so vor Krankheiten. Auch scheint Vitamin K unseren Körper vor Krebserkrankungen zu schützen. Die bisherigen Daten sind zwar noch nicht endgültig beweisend, aber weisen eindeutig auf eine Schutzfunktion des Vitamin K vor Krebs hin. Nach neueren Untersuchungen schützt Vitamin K zumindest vor Leukämie und Leberkrebs bei entsprechend gefährdeten Menschen.

Vitamin K Einsatzgebiete:

  • Überdosierung mit Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar)
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Gefäßverkalkung (Atherosklerose)
  • Immunmangelsyndrom
  • Krebsprävention (Leukämie, Leberkrebs)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Dauerhafte Einnahme von Hormontabletten auf Kortison Basis
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Multiple Sklerose
  • Chronische Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Reizdarmsyndrom
  • Gestörte Darmflora (Dysbiose Darm)
  • Leberfunktionsstörungen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Chronische Magenentzündung (Gastritis)
  • Dauerhafte Einnahme von Magensäure blockierenden Medikamenten (Protonenpumpenhemmer)

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