Pantothensäure – Vitamin B5

Ein paar Fakten zur Pantothensäure

Pantothensäure wird bei Erhitzen über 40 Grad schnell zersetzt und kaum mehr in den Organismus aufgenommen.

99% der Bevölkerung sind ausreichend mit Pantothensäure versorgt.

Circa ein Drittel der Schwangeren haben einen leichten Pantothensäure-Mangel.

Circa zwei Drittel der Menschen mit chronischen Darmerkrankungen haben einen Pantothensäure-Mangel.

Pantothensäure, das Stoffwechselgenie

Das wasserlösliche B-Vitamin, spielt in der Vitalstofftherapie meist eine eher untergeordnete Rolle, obwohl es entscheidenden Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel hat. Der Name leitet sich aus dem lateinischen panthos ab, was bedeutet soviel wie überallher. Tatsächlich ist es so, dass die Pantothensäure in fast allen Lebensmitteln enthalten und ein Mangel daher in unseren Breiten nicht zu erwarten ist. Zusätzlich kann Pantothensäure kann aus dem Provitamin Dexpanthenol gebildet werden.

Pantothensäure ist hitzeempfindlich und kann beim Kochen leicht verloren gehen. Da es jedoch so weit verbreitet ist und viele Lebensmittel auch roh verzehrt werden, ist ein Mangel selten.

In den Körperzellen wird die Pantothensäure in das Coenzym A eingebaut, so dass erst die enzymatischen Reaktionen im Stoffwechsel möglich sind. Das Coenzym A hat entscheidenden Einfluss auf den Stoffwechsel, unter anderem sorgt es für die Entgiftung und Ausschleusung von Stoffwechselabbauprodukten und Medikamenten. Diskutiert wird eine Überbelastung dieser Entgiftungsfunktion mit einem latenten Pantothensäure-Mangel beim Auftreten von Allergien.

Als Bestandteil von Coenzym A hat Pantothensäure folgende Funktionen:

  • Biosynthese von Steroidhormonen in der Nebenniere
  • Energielieferant über Zitronensäurezyklus und Atmungskette
  • Beteiligung an der Cholesterinbildung und erhöht HDL-Cholesterin
  • Entgiftungsfunktion der Leber
  • Aufbau des Acetylcholins für das Nervensystem über Cholin
  • Aufbau von Bindegewebe und Knorpel
  • Zuckerstoffwechsel
  • Aufbau und Funktion der Haut und Schleimhäute, Wundheilung, Regeneration der Haut
  • Immunabwehr durch Antikörperbildung

Wer ist mangelgefährdet?

Alkoholiker im Besonderen, aber auch andere Suchtkranke haben oft einen Mangel an Pantothensäure, der aber immer kombiniert ist mit einem Mangel an allen B-Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Menschen mit chronischen Entzündungen müssen aufgrund des erhöhten Verbrauchs an Pantothensäure diese im Bedarfsfall ergänzen. Durch chronische Darmerkrankungen wie Kolitis ulzerosa oder Morbus Crohn kommt es oft zu allgemeinen Vitalstoffmängeln, der ebenfalls die Pantothensäure betrifft.

Schwangere und Stillende haben aufgrund ihres hohen Energiebedarfes oft einen Mangel an Pantothensäure, der ausgeglichen werden muss.

Wie äußert sich ein Pantothensäure-Mangel?

Das oft in Zusammenhang mit einem Pantothensäure-Mangel genannte „burning feet“-Syndrom tritt in unseren Breiten nahezu nicht mehr auf. Leidet ein Mensch über drei bis vier Monate an einem Pantothensäure-Mangel, so kommt es zu Schmerzen und Brennen in den Füßen, Muskelverspannungen und Gereiztheit.

Weitere Symptome eines Pantothensäure-Mangels sind:

  • Starke Müdigkeit mit Schlafstörungen
  • Verdauungsstörungen und Magenschmerzen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit des Immunsystems
  • Blutarmut (Anämie)

Wie kann Pantothensäure therapeutisch eingesetzt werden?

Am häufigsten wird Panthenol zusammen mit Dexpanthenol zur Wundheilung äußerlich, in Form von Cremes und Salben angewandt.

Bei Menschen mit einem möglichen Pantothensäure-Mangel, sollte dieses zusammen mit den anderen B-Vitamine in einem Komplex ergänzt werden. 

Pantothensäure Einsatzgebiete:

  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Nervosität
  • Depressionen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Magenschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Chronische Entzündungen
  • Chronische Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn und Kolitis ulcerosa)
  • Immunschwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fettstoffwechselstörung (Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Muskelschmerzen
  • Nervenentzündungen
  • Entzündungen der oberen Atemwege
  • Schmerzen in Zehen und Fußsohlen (Burning-Feet-Syndrom)
  • Anämie
  • Entgiftung
  • Gastritis
  • Sinusitis
  • Parästhesien
  • Fettleber (Steatosis hepatis)