Chrom

Ein paar Fakten über Chrom:

Organische Chromhefe ist 10-mal besser bioverfügbar als anorganische oder synthetische Chromprodukte und versursacht keine allergischen Reaktionen.

90% der Gerberei wird mit sechswertigem Chrom durchgeführt.

Nur 3-wertiges Chrom ist in der Medizin einsetzbar.

6-wertiges Chrom ist giftig und krebserregend.

Chrom kurbelt den Stoffwechsel an und verbessert die Insulinwirkung

Das Spurenelement Chrom verdankt seinen Namen den schön gefärbten Chromsalzen. Diese werden oft bei der Farbherstellung verwendet und schimmern gelb, grün und rot. Doch Chrom ist auch ein lebenswichtiges Element für den menschlichen Organismus. Es wird in Leber, Milz, Muskeln, Knochen und Weichteilgewebe (Niere und Lunge) gespeichert. Die wichtigsten Verbindungen sind dreiwertiges und sechswertiges Chrom, wobei das dreiwertige oxidativ am stabilsten ist und biologisch am wertvollsten. Sechswertiges Chrom ist giftig und wird in der Industrie eingesetzt (z.B. Gerbung, Tätowier-Tinte, Holzschutzmittel). In der Nahrung kommt nur dreiwertiges Chrom vor, welches vom Körper nur in geringem Anteil aufgenommen werden kann. Außerdem sinkt die Resorption von Chrom mit zunehmendem Alter ab, und somit auch die Konzentration des Spurenelements in den Organen und Körpergeweben.

Chrom spielt beim Kohlenhydratstoffwechsel eine entscheidende Rolle, speziell bei der Aufnahme von Zucker, sowie bei der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels. Kohlenhydrate in der Nahrung dienen als Energielieferant für Zellen und wirken sich am stärksten auf den Blutzuckerspiegel aus. Nach dem Essen werden sie verdaut und in Glukose umgewandelt um die Körperzellen schnell und kontinuierlich mit Energie zu versorgen. Gehirn und Nervenzellen werden unter normalen Umständen ausschließlich durch Glukose mit Energie versorgt, Muskulatur und andere Körpergewebe können dafür auch Fette und Eiweiß verwenden. Da Glukose nur sehr eingeschränkt gespeichert wird und auch nur wenig im Blut zirkulieren kann, muss es vom Organismus optimal verstoffwechselt werden. Dabei spielen zwei Hormone eine entscheidende Rolle um die Zellen mit Energie zu versorgen und den Blutzuckerspiegel zu regulieren: Insulin und Glucagon. Insulin sorgt ebenfalls dafür, dass überschüssige Kalorien als Fett gespeichert werden (für Notzeiten) und für die Speicherung von Magnesium in den Zellen.

Chrom ist entscheidend bei der Behandlung von Diabetes und senkt die Konzentration schlechter Blutfette

Bei einem Chrommangel kommt es zur schlechten Glukosetoleranz mit Symptomen der Zuckerkrankheit, zum metabolischen Syndrom und später auch zum Diabetes mellitus Typ II. Dreiwertiges Chrom bildet zusammen mit Niacin (ein B-Vitamin) und Glutathion (Aminosäure) einen Komplex, der Glukose-Toleranz-Faktor (GFT) genannt wird. GFT aktiviert das Insulin im Körper und fördert deren Bindung an die Zellwände, so dass Glukose leichter in die Zellen gelangen kann. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel und die Körperzellen haben mehr Energie. Hat der Mensch zu wenig Chrom im Körper steigen neben zirkulierendem Insulin und Glukose auch Cholesterin, sowie Triglyceride im Blut an. Daher verbessert eine gute Chromversorgung ebenfalls die Blutfette und senkt das Risiko für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Dabei wird das sogenannte schlechte LDL-Cholesterin gesenkt und das gute HDL-Cholesterin erhöht. Bei einem chronischen Chrommangel kommt es zu Nervenstörungen der Arme und Beine.

Chrom fördert die Eiweißbildung im Körper

Chrom steigert ebenfalls die Aufnahme von Aminosäuren in die Muskulatur und hilft bei der Bildung von Eiweißen im Körper. Hiervon profitieren vor allem Sportler die ihre Leistung steigern möchten, aber auch chronisch kranke Menschen.

Mit organischem Chrom den Zuckerstoffwechsel stabilisieren

Speziell Typ II Diabetiker haben meist eine verminderte Glukosetoleranz, so dass das Insulin nicht ausreichend an den Zielzellen wirken kann. Organisches Chrom ist in der Lage, die Glukosetoleranz deutlich zu verbessern und dadurch den Medikamentenverbrauch an Antidiabetika langfristig zu reduzieren. Organische Chromhefe hat in Studien[1] zahlreiche positive Wirkungen  bei Diabetes mellitus gezeigt: Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, verbesserte Aufnahme von Glukose in Nervenzellen, Muskeln und andere Gewebearten, Verringerung von Hungersymptomen, Verringerung des Fettgehaltes im Blut und Verringerung des Körpergewichts. Idealerweise sollten Diabetiker 100 µg eines organischen Chrompräparates täglich mit der Nahrung ergänzen. Nichtorganische Chrom-Präparate sind deutlich weniger wirksam, geringer bioverfügbar und werden nur in Spuren aufgenommen.

Organische Chromhefe enthält den bereits synthetisierten Glukose-Toleranz-Faktor, genauso wie kohlenhydratreiche Pflanzen (z.B. Zuckerrohr). Bei der Herstellung von weißem bzw. raffiniertem Zucker geht dieser wichtige Faktor verloren. Organische Chromhefe ist zehnmal besser bioverfügbar als anorganische oder synthetische Chromprodukte. Sie benötigt nicht den Zusatz von Picolinat, einer körperfremden Substanz, um die Aufnahme von synthetischem Chrom zu verbessern.

[1] J. Racek et al: Biological Trace Element Research: Vol. 109,2006; Mindrescu & Ciocan (unveröffentlichter Versuchsbericht); Cheng et al. 1999

Chrom-Einsatzgebiete:

  • Regulation des Zuckerstoffwechsels (Vorbeugung)
  • Metabolisches Syndrom
  • Insulinresistenz
  • Glukoseintoleranz
  • Gewichtskontrolle (Regulierung des Körpergewichts)
  • Hypercholesterinämie
  • Hypertriglyceridämie
  • Diabetes mellitus Typ II (Diabetes mellitus Typ I)
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Sportler
  • Chronische Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Magnesiummangel
  • Eiweißmangel